Wie er die Welt sieht

Subjektive Realitäten überall

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05/03/2016
von Michael Scheuch
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Re:publica – ein etwas sehr deprimierender Abend

Meine zweite re:publica. 2013 hat es für ein umfangreiches Storify gereicht, vielleicht mache ich das auch noch, wenn ich wieder zuhause bin. Allerdings war mein Fokus in diesem Jahr auf die Mediaconvention gerichtet, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wo für Bewegtbild und TV die Zukunft gemacht wird. Um es kurz zusammenzufassen: das war Nix. Da durften Unternehmensvertreter vor allem vortragen, was sie für tolle Produkte und Ideen haben. Und das war eher langweilig.

Dann aber gestern Abend Sascha Lobo und seine „Ansprache“ oder Predigt zur „Age Of Trotzdem“. Eine gute Zusammenfassung hier bei heise.

Lobo ist gern gebuchter Redner, gern gelesener Kolumnist, scharfsichtiger Einordner. Ein Typ, der es schafft, die Stage 1 abend sehr rappelvoll zu bekommen, und Wohlwollen schlägt ihm größtenteils entgegen, und selbst wer nicht wohlwill, der will doch meistens hören, was er zu sagen hat. Keine „Rede zur Lage der Nation“ soll es sein, ist es aber irgendwie dann doch.

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Und er muss dann konstatieren: die Vorratsdatenspeicherung gibt es doch, aller dagegen geschriebener Artikel zum Trotz. Und in diesem, vielleicht von den Teilnehmer als „unserem“ betrachteten Netz haben andere inzwischen lautstark die Meinungsmacht an sich gerissen. Alleine die Zahl der Facebook-Follower der AFD im Vergleich zu denen anderer Parteien. Der Hate-Speech. Propaganda. Irgendwie haben „die Anderen“ das Netz sehr gut verstanden und wissen es zu nutzen. Immer provozieren, um im Gespräch zu bleiben, immer hart an der Grenze des Justiziablen und über die Grenze des guten Geschmacks hinaus.

Die Bestandsaufnahme ergibt: Weiterlesen →

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04/30/2016
von Michael Scheuch
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Reizthema TTIP

Da Barack Obama die Hannovermesse besucht und das transatlantische Freihandelsabkommen ein Thema ist, sieht sich die ZEIT befleißigt, die Anti-TTIP-Bewegung, die in Deutschland sehr (laut-)stark ist mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Oder was man heute so nennt. Der überzeugte Transatlantiker Josef Joffe und Herausgeber der Zeit dürfte sich sehr über den Artikel „Im Empörungswahn“ von Steffen Dobbert gefreut haben. Denn im Prinzip unterstellt er den Gegnern von TTIP Irrationalität, Antiamerikanismus, Politikverdrossenheit, Blindheit gegenüber den Segnungen des unbeschränkten Handels und vieles mehr. Schon in der Einleitung heißt es nämlich:

Beim Thema TTIP sind Politikverdruss und Antiamerikanismus fast zum Selbstzweck geworden. Der Protest ist blind für die Vorteile: Das Handelsabkommen ist Europas Chance

So, jetzt erwarte ich eine fundierte Auseinandersetzung in dem doch sehr langen Text mit den Argumenten der Gegner.

Bekomme ich aber nicht. Die Verteidigung von TTIP hat diese Struktur

Antiamerikanismus

Auf der Diffamierungsskala ist Antiamerikanismus als Vorwurf zwar noch deutlich hinter Antisemitismus angesiedelt, wird aber auch gerne als Keule geschwungen. Ziemlich kurz argumentiert er:

Immerhin hat die Europäische Union bereits mehr als 30 Freihandelsabkommen mit anderen Staaten verhandelt. Gegen keines war der Protest so laut, so groß und so weit verbreitet wie gegen die Transatlantic Trade and Investment Partnership zwischen der EU und den Vereinigten Staaten von Amerika, besonders in Deutschland. Ergo: Viele Menschen gehen nicht gegen das Handelsabkommen, sondern gegen den Handelspartner auf die Straße, Antiamerikanismus als Antrieb.

Dieses Ergo könnte doch ein Pseudo-Schluss sein: vielleicht hat das nicht mit den US-Amerikanern zu tun, sondern ganz rational damit, dass es hier um das mit Abstand größte Handelsvolumen aller ausgehandelten Verträge geht. Und auch gegen das multilaterale Abkommen ACTA und das EU/kanadische CETA hat es in der Vergangenheit durchaus lautstarke Proteste gegeben. Mithin also kein zwingender „Ergo“-Schluss, denn Dobbert da ausgemacht hat. Weiterlesen →

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03/05/2016
von Michael Scheuch
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Wählen gehen

Es sind Kommunalwahlen in Hessen. Mit dem ganzen „Panaschieren und Kumulieren“, das mal als ganz tolle Sache zur Stärkung der demokratischen Meinungsäußerung verkauft wurde, ist das nicht für allzuviele attraktiv. Vor allem weil sich zwar viele für die große politische Bühne interessieren, weniger aber für das, was vor der Haustür passiert. Lokale Nachrichten im Netz sind ja auch eine Seltenheit, und bezahlen mag man ja schon nicht für den „großen“ Journalismus, wieso dann für den Kleinen. Und außerdem liegt da journalistisch vielleicht noch mehr im Argen als im Großen.

Sich dagegen über Schlaglochpisten oder fehlende oder sinnlose Neubauprojekte, verfallende Infrastruktur, marode Schulen etc. ein wenig aufregen, das bekommen viele Menschen noch hin. Zuzuordnen, wer dafür verantwortlich ist, das schon weniger, vor allem da das mit den Parteien auf kommunaler Ebene so eine Sache ist: Vorurteile gegenüber CDU/SPD/etc. sind eigentlich nur schwer auf die konkrete Politik auf kommunaler Ebene zu übertragen.

Deshalb fühlen sich wohl viele ein wenig ratlos, wen oder was sie am Sonntag wählen sollen. Und mir geht es ja auch so: vor Ort wird bei uns viel erzählt, aber glaube ich wirklich daran, dass die jetzige „Opposition“ auf weitere Erhöhungen der Grundsteuer verzichten wird? Ist irgendein Konzept glaubwürdig? Konkret hier in Seeheim: die SPD fordert mal wieder, dass das Einkaufszentrum am Grundweg attraktiver zu gestalten sei. Ja klar, wer ein bisschen Gedächtnis hat, der weiß, dass das ein Oldie ist. Und nach der Wahl stellt man dann wieder fest, dass das Einkaufszentrum Privatbesitz ist und man nur wenig Einfluss auf dessen Gestaltung nehmen kann.

Ich könnte das fortführen, aber das würde von meinem Anliegen fortführen. Und das heißt AFD. Dieseg unappetitliche rechte Gruppierung will in viele Landkreistage und sonstige Kommunalparlamente. Und darf sich da gute Chancen ausrechnen, weil es ja vielen wie mir geht: wen soll man ernsthaft wählen?

Diesmal muss es heißen: das kleinere Übel, oder einfach nur irgendwen. Damit die AFD nicht von einer niedrigen Wahlbeteiligung und vom „Das wird man ja wohl noch mal wählen dürfen“ profitiert. Die Kommunalwahlen stehen so im Schatten der Landtagswahlen kommende Woche, aber sie werden ein Signal ausgeben. Und das darf nicht heißen: auch in Hessen bekämen die Populisten vom rechten Rand um die 10-20 Prozent.

Also, Leute, geht wählen. Wenn ihr im Großen und Ganzen mit Eurem Umfeld zufrieden seid: dann wählt die, die Regieren. Wenn nicht, die anderen, auch wenn ihr keine Hoffnung auf Besserung habt. Aber lasst die AFD draußen stehen. Das wird man doch noch versuchen können …

02/12/2016
von Michael Scheuch
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Karo zu einfach

 Ich weiß ja auch nicht, warum ich heute Morgen zum ersten mal den SPON-Link „Die Lage – Morning-Briefing“ geklickt habe. Auf jeden Fall: begeistert sein kann ich nicht, wenn mir der „Politikchef, SPIEGEL ONLINE“ da mal gleich seine Meinung zum Ausgang der Vorwahlen in New Hampshire um die Ohren haut:
Screenshot www.spiegel.de / 10.2.2016

Screenshot www.spiegel.de / 10.2.2016

Billige Populisten und Rattenfänger haben das Rennen gemacht? Wenn er Richtung Trump zielt, dann liegt er nicht sehr weit daneben. Aber Bernie Sanders? „Billig“? „Rattenfänger“? Meinungsfreudig ist ja ganz ok, aber diese billige und rattenfängerische Gleichsetzung zweier sehr unterschiedlicher Kandidaten-Kandidaten – ist das überhaupt noch irgendwie – sinnvoll?  Werft einen Blick auf das unten verlinkte Video:

 

Bernie Sanders Foresight About the Middle EastU.S. Senator Bernie Sanders is the only candidate we can trust to make prudent decisions as Commander-in-Chief of the military. Right in-line with veteran Congresswoman Tulsi Gabbard…

Posted by Our Amazing World on Mittwoch, 3. Februar 2016

Da ist jemand schon lange im politischen Geschäft, wenn auch nicht wirklich tief im Establishment angekommen. Mit Analysen und Meinungen. Und auf der anderen Seite ein Milliardär, der reicher sein könnte, wenn er sich überhaupt nicht unternehmerisch betätigte hätte, (auch wenn man an der Rechnung zweifeln kann, weil es so viele Unbekannte hat – darunter die Frage, wie viel Geld Trump wirklich schwer ist) der in der Regenbogenpresse ein Dauerabo hatte, eine eigene „Soap“. Der klar Anti-Establishment und Contra-Washington daherkommt, indem er politische Debatten im Grundatz „America-Great-Again“ vermeidet.

Und die beiden können mit den selben Begriffen belegt werden? Kann man machen, muss man aber, bitte, bitte, nicht. Hier ein Blick auf den „Radikalen“ Sanders.

Die Gleichsetzung Trump/Sanders folgt einem merkwürdigen journalistischen Muster, und möglicherweise auch der Vorstellung, dass man dem Leser, der Leserin nur Karo einfach vorsetzen kann. Dabei ist das alles etwas komplizierter.Deshalb bin ich immer so bauchschmerzig mit dem Begriff „Populismus„. Er ist zu schwach als Analysekategorie und wird gerne falsch gebraucht.

 

 

Komplizierter ist es übrigens auch mit Bernie Sanders außenpolitischer Kompetenz, hier ein Artikel von Vox zum Thema und den unrealistischen Vorstellungen des Unabhängigen, der für die Demokraten kandidieren will. Immerhin gibt es bei ihm ein paar Vorstellungen und Programme, über die man diskutieren kann. Bei „ich bomb sie weg“-Trump ist das deutlich schwerer.

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11/12/2015
von Michael Scheuch
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Jung=blöd? Über „Jugendangebote“

Ich wollte mir eigentlich noch ein bisschen Zeit lassen mit einer Bewertung der „journalistischen“ „Jugendangebote“, die in letzter und nächster Zeit so auf den Markt kommen. Allerdings quält mich Spiegel Online immer mit Links zu Storys bei „Bento“, und wer das Niveau von SPON ab und zu für etwas unzulänglich hält, der kann sehen: es geht noch unzulänglicher.

Da ist dann diese Geschichte „Mein Leben ohne WhatsApp: Warum wir alle darauf verzichten sollten“ , geteasert auf SPON, und schon mit der Kombination zweier journalistischer Formen, die ich eh nicht leiden kann: die „Erlebnis“-Geschichte oder biografische Erzählung gepaart mit dem „appellativen“ Vormundschaftsjournalismus. Schema: ich finde was gut/schlecht/vorbildlich und Du, lieber Leser/Konsument/Zuschauer sollst das aber bitte genau so finden. Das kann klappen, wenn dann eine Reihe guter Argumente folgen, was ein journalistisches Stück über die reine „Selbsterfahrungsnummer“ hinaus weiterbringt. Häufig ist das nicht der Fall. Vor allem wenn es um Themen geht, die Journalisten am Herzen liegen. Etwa Veganismus, Fahrradfahren, Marathonlaufen, Sharen. Sie wissen schon: Themen, die wieder und wieder und wieder kommen.

Zurück zum Thema. Der Teaser:

Vor einem Jahr habe ich WhatsApp gelöscht. Meine Freunde verstehen das nicht, aber ich kann den Ausstieg nur jedem empfehlen.

Das ist ein bisschen weniger als „Warum wir alle darauf verzichten sollten“, aber gut.

Im ersten Abschnitt „Verschlüsselung geht auch besser“ heißt es dann „Ich sorgte mich um meine Daten.“ Dafür muss es ja Gründe geben, oder? Hier die Belege:

Immer wieder las ich von der schlechten Verschlüsselung und den Sicherheitslücken.

Soso, mhmh, da beginnt dann für Journalisten die Pflicht zur Recherche.

Mittlerweile soll WhatsApp nachgerüstet haben

Ach. Soll. Also. Hat Whatsapp nun oder nicht? Kann man ja mal recherchieren.

Fotos und Gruppenchats zum Beispiel sollen immer noch unverschlüsselt übermittelt werden, berichten mehrere Medien

Und welche?

Schon hier könnte man den Einwuf wagen: was ist das denn für ein mekrwürdiges Format, das auf Links zu Quellen anscheinend lieber verzichtet? Was hat so etwas in diesem Internet zu suchen? Eine sehr kurze Recherche würde zu heise.de führen, wo man für Normalnutzer und für Experten analysiert hat, was es mit der angekündigten Whatsapp-Verschlüsselung so auf sich hat (man kann sich dann ein „soll“ im Text sparen, oder gar alle)

Immerhin folgt jetzt Service mit der Vorstellung von Threema und Signals (frisch mit Textsecure verschmolzen). Guter Ansatz! Als Vorteil von Threema wird dann aber hervorgehoben, dass es nicht so viele Menschen nutzen – so dass man nur wenige Nachrichten erhält und daher nicht so viele Nachrichten lesen muss. Hmm. Vorteil? Ich dachte immer, es sei der Sinn eines Messengers, Nachrichten zu bekommen.

Nächster Absatz, allerdings sehr kurz:

Endlich keine Kettenbriefe mehr

Sagenhaft der Text dazu:

Vielleicht sind die Kettenbriefe inzwischen ausgestorben.

Ich nutze Whatsapp schon eine Weile, mich hat noch kein Kettenbrief erreicht, auf Facebook gehört das allerdings mehr oder minder zur Plage. Aber: solche Nachrichten bekommt man nur von Menschen, mit denen man Kontakt hat – und die man nicht blockt. Es ist doch so einfach und bedarf keiner De-Installation von Whatsapp.

Die nächste Zwischenüberschrift hat mich dann irritiert

Ich verpasse alles

Klingt schlimm, aber die Autorin findet das nicht so schlimm. Ich hatte allerdings bis dahin die Vorstellung, die einzelnen Absätze strukturieren den „Artikel“ nach Gründen „dafür“, auf Whatsapp zu verzichten, aber das muss ja nicht sein, das mit der Stringenz.

In meinen Augen verpasse ich nur eins: Ich bin nicht mehr ständig über alle Kanäle erreichbar. Ich lebe mein Leben, statt ständig anderen davon zu berichten.

Ach so, das mit dem berichten, das muss man ja, denn das steht in den AGB von Whatsapp, wer nicht jeden zweiten Tag ein Essensphoto postet der wird ausgeschlossen. Oder?

Über Absatz vier steht dann „Gibt es wirklich keine Nachteile? Doch!“

Vergessen werden

(..)Seit der Löschung des Accounts war ich deswegen zu einem Essen und zu zwei Geburtstagen offiziell nicht eingeladen.

Jetzt muss der „Artikel“ aber schnell zu einem Fazit kommen:

Es geht, es geht gut

Sagenhaft.

Erinnern wir uns jetzt an die Headline?

Warum wir alle darauf verzichten sollten

Dazu liefert die Autorin jetzt aber auch gar keinen Hinweis, ich gehe also davon aus, dass es einfach nur Clickbait ist, im Fazit ist auch nichts davon zu lesen, die Zusammenfassung der „Sicherheitsfrage“ hätte mit ein wenig Fakten und Links angereichert werden können, aber insgesamt: was bringt mir ein solcher Beitrag? Eine Autorin äußert ihre „Gefühle“ zum Thema Whatsapp, der für die Headline Verantwortliche packt ein bisschen Provokation rein, und am Ende steht ein: „Es geht, es geht gut“. Danke.

Was soll das? Wen spricht das an? Wer soll das mit Gewinn lesen? Wieviel davon ist Journalismus? Will das die „Zielgruppe“?

Ich weiß es nicht.

Gelabelt ist das übrigens mit

Screenshot: http://www.bento.de/gadgets/warum-wir-auf-whatsapp-verzichten-sollten-88782/ (11.11.2015)

Screenshot: http://www.bento.de/gadgets/warum-wir-auf-whatsapp-verzichten-sollten-88782/ (11.11.2015)

Was ist die Story? Ist das nicht eher „Meinung?“ Ich habe keine „Story“ gefunden.

Und darf ich noch ein Wort zur Gestaltung verlieren?

Unter den schrecklichen Symbolbildern zu „Sicherheit“ genießen Sicherheitsschlösser große Beliebtheit bei den „alten“ „neuen“ Medien – aber auch bei diesem hippen frischen Angebot?

Screenshot: http://www.bento.de/gadgets/warum-wir-auf-whatsapp-verzichten-sollten-88782/ (11.11.2015)

Screenshot: http://www.bento.de/gadgets/warum-wir-auf-whatsapp-verzichten-sollten-88782/ (11.11.2015)

Seufz. Auch. Wie RP-Online oder focus.de. Originell.

Das dritte Bild habe ich dann gar nicht verstanden, außer nach dem Internet-Motto: Katzen gehen immer? Und das leere Display ist auch toll.

Screenshot: http://www.bento.de/gadgets/warum-wir-auf-whatsapp-verzichten-sollten-88782/ (11.11.2015)

Screenshot: http://www.bento.de/gadgets/warum-wir-auf-whatsapp-verzichten-sollten-88782/ (11.11.2015)

Am Ende dann: Lala perfekt, Mädchen geht mit Luftballons die Straße entlang. Lala.

Liegt’s an der billigen Bildquelle? Das wäre zu einfach.

Screenshot: http://www.bento.de/gadgets/warum-wir-auf-whatsapp-verzichten-sollten-88782/ (11.11.2015)

Screenshot: http://www.bento.de/gadgets/warum-wir-auf-whatsapp-verzichten-sollten-88782/ (11.11.2015)

Ich weiß nicht, wohin das führen soll. Die Autorin, Fachgebiet „Religion, Musik und Filme“ hat dem Ressort „Tech“ mal keinen großen Gefallen getan. Vielleicht funktionieren solche Texte ja. Ganz sicher wenn sie auf SPON verlinkt werden. Die Klickzahlen sind voraussichtlich ok. Aber dennoch sollte sich das Angebot mal fragen: Was soll das?

 

 

Ergiebiger und ausführlicher hat sich noch noch Torsten Dewi mit bento beschäftigt, und zwar hier und hier. Schön klingt „Spiegel-Kindergarten“.

 

 

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07/29/2015
von Michael Scheuch
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Hihihi, Ranking-Show bei Kress

Kopfschüttelnd bis zum Schleudertrauma blicke ich manchmal auf dieses Paralleluniversum der Journalisten.

Da war doch was: dieses ZDF mit einem Ranking-Skandal bei einer Unterhaltungsshow mit dem Titel „Deutschlands Beste“. In der Folgezeit stand dann mal alles, was das Ö/R-Fernsehen in Sachen Ranking machte in der Kritik, und das sicher meist zurecht. Besonders schön die wundervollen Ranking-Verrenkungen der Dritten Programme, die Stefan Niggemeier auf Korn genommen hat. etwa in seinem Beitrag „Ranking Shows – die traurigsten Klickzahlen des Nordens„. Tjaja, traurig.

Anderes Thema. Journalisten als Marken, ein wenig umstritten, ob nun der Journalist (und seltener Mal „die Journalistin“) im Web eine Marke werden sollen.

Und schon wird im Netz debattiert. Und, natürlich, gerankt. Bei kress.de

mithilfe unseres neuen Tools kressbeta,

schreibt kress.de ganz schön stolz, wow, ein neues Tool das Klicks zählt, das ist schon irgendwie der Hammer, das darauf noch niemand gekommen ist… Das ist schon fast ein bisschen krassalpha.

Votes heißen hier auch „Upvotes“ und die sind sicher ganz was anderes als das, was ich mir darunter vorstelle. Leider verrät dieses kressbeta zumindest auf der Abstimmungsseite nicht, wie es denn zählt, daher sind die sensationellen „430“ irgendwas für Tilo Jung mehr als nur langweilige Klicks. Auch wenn ich die „Downvotes“ nicht gefunden habe.

 

Quelle: https://kressbeta.de/questions/6 (29.7.2015)

Quelle: https://kressbeta.de/questions/6 (29.7.2015)

 

Sagt mal, alle Journalisten, die ihr nun dieses Ranking beachtet: nix gelernt?

 

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07/25/2015
von Michael Scheuch
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Zwei bis drei kurze Anmerkungen zu Griechenland

Diese Wochen sind dramatische Wochen für Europa, und für die Frage, wie wollen wir zukünftig miteinander umgehen. Es geht um Griechenland, aber auch irgendwie auch um den ganzen Rest, allerdings nicht so, wie das Syriza sieht, dass nämlich die tapferen Hellenen den Rest der Europäer stellvertretend vom Joch des „Neoliberalismus“ und so weiter befreien. Es geht darum, im vorgegebenen politischen und wirtschaftlichem Rahmen einer Situation zu begegnen, die es eigentlich nach den Regeln der Europäer nicht hätte geben dürfen.

Allerdings ist es ja nie sehr klug, den Blick nur zurück zu werfen. Und schon gar nicht, wenn man unter Zeitdruck steht – was einigermaßen offenichtlich der Fall ist. Meine 2 Cent zur Debatte:

Die Medien in Deutschland präferien keineswegs nur einen Weg zur Lösung, bieten vor allem ein breites Spektrum an Erklärungen und Prognosen, und von der scharfen Verurteilung der Griechen bis zur Verdamnis der EU und der europäischen Politiker ist wirklich alles dabei. Einen oft beschworenen „Mainstream“ habe ich nicht gefunden, wenn auch bei klarer Verortung mancher Blätter klare „Präferenzen“ zu sehen sind. Manch eine Kolumne kommt dabei sehr heftig daher, doch darf sich „das Internet“ darüber ernsthaft mokieren? Starke Worte, rhetorische Axt und lautstarke Meinung sind nunmal kein Privileg der „neuen Medien“. (Ich lasse nur journalismusähnliche Angebote wie BILD etc. mal außen vor – hört auf, das als Journalismus zu bezeichnen …) Weiterlesen →

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06/21/2015
von Michael Scheuch
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Mediensplitter

Da wird der SPIEGEL seine Medienberichterstattung zukünftig ohne eigene Seite auf die sonstigen Inhalte verteilen.

 Das führte dann in einer Folge zu einigen Tweets mit Pro und Contra. Warum Daniel Bouhs das nicht so gut findet:

Das mit den Medienexperten gibt mir diese Woche doch ganz schön zu denken.

Wenn ich über diese Dinge hier stolpere:

In der FAS übernimmt Thomas Gottschalk die Medienkolumne „Die lieben Kollegen“ anlässlich des angekündigten Abschieds von Stefan Raab vom Flimmerkasten:

Neben einigen richtigen Bemerkungen schreibt er auch

Er hat fasziniert, weil er nie gelangweilt zur Sache ging und weil er etwas hatte, das im Fernsehen weitgehend verlorengegangen ist: eine gewisse Unberechenbarkeit.

Wer so was schreibt, der hat in den letzten Tagen, Wochen, Monaten und Jahren keine Ausgabe von TV total mehr gesehen. Gelangweilt beschreibt es nur unzureichend, das hat Stefan Niggemeier richtig bemerkt.

Was also soll dieser Gastbeitrag? Weiterlesen →