Zufällige Akte sinnloser Gewalt

Zufällige Akte sinnloser Gewalt Ein richtig gutes Buch, vielleicht auch vor dem Hintergrund der Ereignisse in New Orleans in diesen Tagen, ist Jack Womacks in der nahen Zukunft (oder jetzt?) spielende Roman ZUFÄLLIGE AKTE SINNLOSER GEWALT, die den unabwendbaren Abstieg einer Upper-Middleclass-Familie in New York angesichts des Zusammenbruchs jeder sozialen Ordnung schildert. Schonungslos präsentiert uns das Tagebuch einer 14-jährigen den Weg nach unten. Der Vater freiberuflicher Drehbuchautor, der aber viel zu lange ohne Auftrag ist, die Mutter Lektorin, ein Job, für den es immer weniger Geld gibt. Die schöne Wohnung ist nicht zu halten, der Umzug an den Rand des Ghettos ist bereits die erste kleine Katastrophe. Die Privatschule für die beiden Kinder ist kaum mehr zu finanzieren. Und um sie herum versinken die USA in Chaos.
Beklemmend gut. Dank der Erzählperspektive eindrucksvoll, wie lange da Lebenslügen aufrecht erhalten werden – ja vielleicht müssen, denn die Realität ist grausam.
Lesebefehl.