Der kleine Dämonenberater

DerkleineDaemonenberaterOkay, es war vor allem der sehr schöne deutsche Titel (An Axel Hackes kleinen Erziehungsberater gemahnend) der mich veranlasste, den Band DER KLEINE DÄMONENBERATER von Christopher Moore auf die Wunschliste für meinen Geburtstag zu setzen. Die Geschichte eines jahrtausendealten Dämons, der kurz davor steht, eine kalifornische Kleinstadt heimzusuchen, des Königs der Dschinns, der versucht ihn zu stoppen und eine Menge anderer skuriller Personen (etwa den Besitzer von H.P.’s Cafe (spezialität Egg Shottot)) haben mich das auch nicht bereuen lassen. Der Roman hat am Anfang Drive, und vor allem eine Menge Wortwitz. Das verliert sich aber als Moore anfangen muss, eine Geschichte zu erzählen. Die ersten Kapitel scheinen eher Bilder zu sein, die er in seinem Kopf hatte und die irgendwie raus mussten. Okay sage ich, lass sie raus. Aber es ist vieles noch verbesserbar – gegen Ende wird das Ganze sehr konventionell, vorhersehbar und irgendwie auch kitschig. Allerdings ist es ein Erstlingswerk, und wenn man einem Erstling das Potential des Autors abspüren kann, dann wird man nachsichtiger und ich werde mich auch nicht sträuben, ein weiteres Buch von ihm zu lesen.