Artemis IV

Die Rache Zum vierten Mal ist Artemis Fowl in Eoin Colfers DIE RACHE auf Konfrontationskurs mit den unterirdisch lebenden Fabelwesen, die dank High-Tech und Magie jeden Kontakt zu den Menschen zu vermeiden suchen. Drei Mal bereits hatte es der jugendliche Ire mit Holly Short und der Zentralen-Untergrundpolizei (ZUP) zu tun, und beim letzten Mal half er dabei, eine gemeingefährlich-irre Wichtelin festzusetzen. Durch eine Erinnerungslöschung weiß er das allerdings zu Beginn des vierten Bandes nicht mehr. Und als Opal Koboi flieht steht er auf der Liste ihrer Rachepläne ganz oben, zusammen mit Holly Short, Commander Root und dem Techno-Zentauren Foaly. Das Attentat auf Root und Short gelingt halb, die junge ZUP-Elfin wird fortan gejagt, und Artemis entkommt dem Anschlag auf sein Leben nur knapp. Und auch nur, um sich kurz darauf in einer mörderischen Falle im unterirdischen Themenpark zu den zehn Weltwundern (und zwar, wo sonst, im Artemis-Tempel (übrigens: sic!)) wiederzufinden. Koboi plant dazu, die unterirdische Existenz der Fabelwesen den Menschen preiszugeben um aus dem zu erwartenden Konflikt als Siegerin hervorzugehen.

Der Mix aus Zauberei und Magie, zusammen mit der Legende vom jugendlichen Meisterdieb, das alles funktioniert nach wie vor. Es hieß mal, das sei STIRB LANGSAM mit Elfen, aber es ist doch eher MISSION IMPOSSIBLE, denn es geht um Pläne, Gegenpläne, Winkelzüge und Hightech-Tricks, Rettungen in letzter Sekunde und aberwitzige Stunts. Ein bisschen kurz sind alle diese Bände, kaum ist man drin, ist auch schon wieder Schluß, und aufgrund der Erinnerungslöschung kann das Verhältnis zwischen Short und Fowl keine Entwicklung durchmachen – sondern den Status Quo Ante erreichen, in dem Artemis langsam seine Meisterdieb-Ambitionen verlässt. Ein bisschen sehr viel Fast Food, mehr sollte man nicht erwarten. Sicherlich sehr spannend, abwechslungsreicher war aber der Vorgänger-Band DER GEHEIMCODE, sicherlich der beste in der Reihe. Übrigens für Einsteiger: der erste Band war für mich mit der schwächste. Aber er legt schon eine sehr schöne Grundlage für das Kommende.