Doof

Alien vs. Predator vs. Gehirn des ZuschauersDie Erwartungshaltung war schon nicht sehr hoch. Aber leider bin ich manchmal nicht „pessimistisch“ genug, so dass ich mir die DVD doch zugelegt habe, wo mir doch schon ALIEN 4 nicht gefallen hat. Aber die Story dieses Verhikels war leider erbärmlich. Ich bin bereit, groteske Prämissen zu akzeptieren, aber den hanebüchenen Unsinn, den die Drehbuchautoren hier verzapft haben, da fällt mir selbst mit der „Popcornkino“-Einstellung fast nichts mehr ein. Da ist eine Pyramide im Eis. Ok. Da drinnen werden Aliens gezüchtet, um Teenage-Predatoren als „Mannbarkeitsritual“ zur Verfügung zu stehen. Ok. Schaffen es die Jung-Predatoren nicht, die Aliens zu töten, dann vernichtet eine XYZ-Bombe sicherheitshalber mal alles Leben auf dem Planeten. Oder so. Ok.

Aber: dass die Predatoren sich nach der Erdumlaufbahn richten und alle 100 Jahre vorbeischauen. Häh? Dass in den letzten paartausend Jahren trotz antarktischer Eisschicht immer genug Wirte da waren. Häh? Dass die Pyramide sich als großes „Das verrückte Labyrinth„-Spiel erweist, das in 10-Minuten-Abständen („Die Inkas benutzen das metrische System“ AUA!!!!!!!) mutiert. Häh?avp-hunters
Okay, so baut man ein Computerspiel, und mehr als eine Vorlage für ein Computerspiel sollte das mangels Protagonisten auch nicht sein. Gerade der Pyramiden/Inka-Experte trieb einem die Tränen in die Augen mit seinen dämlichen Aussagen. Und es bleiben so viele Fragen unbeantwortet: Wo kommen die ganzen Aliens her? Wie hat man den Prozess Ei-Facehugger-Wirt-Alien so beschleunigen können? Warum entkommt die Queen diesmal und nicht schon vor hundert Jahren? Wer räumt die Festung nach einem Teenage-Run wieder auf?
avp war Es gelingt mir einfach nicht, mein Gehirn in einen Dämmerzustand zu versetzen, der über das alles hinwegsehen mag.
Und das liegt sicher auch daran, dass ich gerne die „Alien vs. Predator“-Romane von Steve Perry gelesen habe. Auch da, sicherlich, nicht mehr als Trivialfastfood, aber Settings und Stimmung sind in Ordnung und die Rolle der Menschen zwischen den beiden Konfliktparteien ist irgendwie befriedigender. Empfehle ich daher!