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Prolog: 2015

In diesem Artikel von n-tv.de geht es 2015 darum, wie Superreiche vollkommen unbelästift durch die griechische Schuldenkrise kommen:

Die reiche Elite hat das Land mit jahrzehntelanger Vetternwirtschaft ausgeplündert. „Griechenlands wichtigstes Problem ist nicht wirtschaftliches Wachstum, sondern politische Ungleichheit. Die Troika hat die Taschen genau der Kräfte gefüllt, die den Wirtschaftskollaps überhaupt erst verursacht haben“, schrieb Oxford-Professor Pavlos Eleftheriadis kürzlich in „Foreign Affairs“. Ministerpräsident Alexis Tsipras hat Brüssel zwar versprochen, nun auch die Superreichen zur Kasse zu bitten. Doch die Oligarchen werden ihre Privilegien erbittert verteidigen. Sie wollen weiter ungestört Geld verdienen.

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Wie-die-Superreichen-Griechenland-pluendern-article14633001.html?utm_source=pocket_mylist

Learning: Oligarchen gibt es in vielen Ländern.

Prolog: 2018

Die Geschichte von Oleg Deripaska, dem Aluminium-Tycoon aus Russland, und einem Escort-Girl aus Weißrussland war schlüpfrig. Aber 2018 so: so sind sie halt, Russlands Oligarchen. Frage: Nur Russlands?

Nawalny bezichtigte Prichodko prompt der Korruption. Dieser habe seinen Urlaub auf der Yacht eines Oligarchen verbracht, zumal in Begleitung mehrerer Prostituierter – laut Rybka befanden sich immerhin sechs Escort-Mädchen dort. Die Anreise nach Norwegen, wo die Yacht zum Zeitpunkt der Aufnahmen im Sommer 2016 lag, erfolgte mithilfe eines Privatjets von Deripaska. Klingt nach Vorteilsannahme und einem Fall für das Ermittlungskomitee. Stattdessen wurde die Medien aufsichtsbehörde aktiv, blockierte mehrere Internetseiten, auf denen das Enthüllungsvideo zu sehen war, und verbot Medien die Weiterverbreitung der Bilder.

https://www.derstandard.de/story/2000074051138/affaere-deripaska-ein-oligarch-eine-yacht-ein-escort-girl-und?utm_source=pocket_mylist

Putins Umfeld – vielleicht sind die Oligarchen auch gar nicht so wichtig

The western media employ the term “oligarch” to describe super-wealthy Russians in general, including those now wholly or largely resident in the west. The term gained traction in the 1990s, and has long been seriously misused. In the time of President Boris Yeltsin, a small group of wealthy businessmen did indeed dominate the state, which they plundered in collaboration with senior officials. This group was, however, broken by Putin during his first years in power. Three of the top seven “oligarchs” tried to defy Putin politically. Boris Berezovsky and Vladimir Gusinsky were driven abroad, and Mikhail Khodorkovsky was jailed and then exiled. The others, and their numerous lesser equivalents, were allowed to keep their businesses within Russia in return for unconditional public subservience to Putin. When Putin met (by video link) leading Russian businessmen after launching the invasion of Ukraine, there was no question of who was giving the orders.

https://www.ft.com/content/503fb110-f91e-4bed-b6dc-0d09582dd007

Yachten und Jets

Follow the Money. Mit zwei Twitter-Accounts

https://twitter.com/RUOligarchJets/status/1499088188463202306?s=20&t=-2uU1GwSA7lGKWwoEE9dZg

Rein in den Geldkreislauf

Die NYT beschreibt, wie Oligarchengeld in Fonds und Firmen geleitet wird.

Wall Street bankers and hedge fund managers who have interacted with Concord and its founder, Michael Matlin, said it oversaw between $4 billion and $8 billion.
Mr. Abramovich has not been placed under sanctions. His spokeswoman, Rola Brentlin, declined to comment on Concord.
Another recipient of Concord money was Brevan Howard, a multibillion-dollar European hedge fund company. A person familiar with the matter said Brevan Howard was preparing to return the funds to Concord, which will no longer be a client.

https://www.nytimes.com/2022/03/09/business/russian-oligarchs-money-concord.html?unlocked_article_code=AAAAAAAAAAAAAAAACEIPuomT1JKd6J17Vw1cRCfTTMQmqxCdw_PIxftm3iWka3DODm4TiO4IGImG9lzWIrB-fMAy1jLeQ9tAP7Y1T_xpi-pYOUF8DgKvpJCDgphDIzkwrcj7eFIK6K_3fOJy9y72PC7-If1jxba7slXaaWnuXaDVg2khc15hvZdkfV210HcKw7OSFORyjYR43KsmAshqVHxXMnnxyvrrCBh4PN6AbhDOuEJhC6wCB2alzZPL4KkAcQ5SFVvHUHt0hG4_495ZM9gcV73te19iIIGtxOVMVRE7aduhFJYzRIPLlrh1sb-rqRSEzcS-xPVeB7wSoCrNykotPY6S3ZIzpD5J&smid=url-share

Deutschland versagt. Zuständigkeitschaos: Unvermögen oder Absicht?

Die WELT rund um H.M. Tillack haben mal nachgeschaut, wie die vollmundigen Sanktionsversprechen umgesetzt werden:

Aber während die Behörden in Italien und Frankreich in den vergangenen Tagen auf Basis der neuen EU-Sanktionen mehrere Luxusyachten von Oligarchen beschlagnahmten, ist bei der Dilbar in Hamburg offenbar unklar, wer zuständig ist. Die Hamburger Wirtschaftsbehörde sagt, das Bundeswirtschaftsministerium sei dafür zuständig, Vermögenswerte einzufrieren. Das Ministerium sagt, es sei „für die Beschlagnahme von Vermögenswerten nicht zuständig“.

https://www.welt.de/wirtschaft/article237470787/Russische-Oligarchen-mangelhafte-Sanktionsdurchsetzung.html

Ich bin es müde, auf den Föderalismus und weitere Subsidiaritätsverantwortungsverschieberei einzugehen. Am Ende war auch wieder niemand verantwortlich oder gar schuld.

Dem russischen Oligarchen und TUI-Aktionär Alexey Mordaschow ist es offenbar gelungen, Finanzgeschäfte in dreistelliger Millionenhöhe zu tätigen. Dabei stand er zum Zeitpunkt des Deals offenbar bereits auf der EU-Sanktionsliste.

https://www.tagesschau.de/investigativ/report-muenchen/sanktionen-tui-mordaschow-101.html?utm_source=pocket_mylist

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